"Trägertage" sollen Ratsarbeit bereichern

 
 

Die SPD Ratsmitglieder des Ausschusses für Jugend, Soziales und Integration informieren sich im Rahmen ihrer Ratstätigkeit gern vor Ort. Unter dem Begriff „Trägertage“ sollen Besuche von Betreuungseinrichtungen im Stadtgebiet die Ratsarbeit bereichern.

Als erste Station wurde die Kindertagesstätte Blauer Elefant in der Steuerwalderstraße aufgesucht. Die Kindertagesstätte, welche gleichzeitig auch Familienzentrum (seit 2013) ist, befindet sich in der freien Trägerschaft des Kinderschutzbundes.

 
 

Empfangen wurden die Mitglieder durch Frau Mecke (stv. Vors.), Herrn Bange (stv. Vors.), Frau Besler (stv. Leiterin), Frau Marheineke (Dipl. Sozialpädagogin und Beraterin) und Frau Pressel (Anerkennungspraktikantin).

In einem interessanten Gespräch, verbunden mit einem Rundgang durch die Einrichtung, wurden die Besucher eingehend informiert. U. a. wurde über die Angebote der Einrichtung berichtet. Diese stellen sich wie folgt dar:

  • Familienberatung vor Ort (1x pro Woche); dabei werden Erziehungsfragen beantwortet und Beratungen bei Gewalterfahrungen und bei Trennung/ Scheidung durchgeführt
  • Betreuung in der Kita beinhalten auch Sprachförderung und die Zusammenarbeit mit Therapeuten
  • Stärkung der Elternkompetenz durch das Projekt: Starke Eltern - Starke Kinder
  • Projektdurchführung von Rucksack, Griffbereit und Eltern Café
  • Durchführung weiterer themenbezogener Veranstaltungen

Die Arbeit wird durch 12 Mitarbeiter geleistet. Betreut werden aktuell 77 Kinder. Der Migrantenanteil liegt bei 80%. Aus diesem Grund erfolgt auch eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Sprachermittlern und Stadtteilmüttern.

Am meisten werden das Eltern Café und die Familienberatungen in Anspruch genommen. Mit dem Familienberatungsangebot werden ca. 200 Eltern bzw. Mütter im Jahr in ungefähr 700 Beratungen erreicht. Die Elterngespräche finden jeden Tag statt und spielen eine sehr große Rolle in der alltäglichen Arbeit. Dagegen funktioniert die Entwicklungsberatung bei den Migranteneltern aufgrund der Sprachdefizite nicht so gut. Darüber hinaus wurde berichtet, dass die Angebote von den Eltern nur in Anspruch genommen werden, wenn sie niederschwellig angeboten werden.

Die zweite Station war das Projekt Radius - eine Service- und Beratungsstelle gegen Radikalisierung und Demokratiefeindlichkeit vom Caritasverband in der Bernwardstraße. Herr Piprek informierte die Besucher über den aktuellen Sachstand. Nachdem das Projekt kurz nach dem Start im Dezember 2017 unglücklicherweise negative Schlagzeilen hatte und deswegen ein Mitarbeiterwechsel durchgeführt werden musste, konnte mit der eigentlichen Arbeit begonnen werden.

Diese beinhaltet ein bedarfsorientiertes Beratungsangebot für Jugendliche, Eltern und Einrichtungen. Dazu kommen pädagogische Präventionsarbeiten und strategische Netzwerk- und Koordinationsarbeiten. Entwickelt werden zudem Multiplikatoren für die Ausbildung für diverse Einsatzfelder.

Ausgiebig wurde über die Gründe für die Radikalisierung gesprochen. Dabei kam heraus, denn die Betroffenen kommen nicht nur aus moslemischen Familien, sondern 50 % der Fälle entstehen durch konvertierte Islamisten.

Den Schwerpunkt ihrer Aufgabe sieht die eingerichtete Stelle in der Sensibilisierungs- und Präventionsarbeit an. Deshalb werden Projekte geplant, in denen für Jugendliche Anreiz- und Fördermodelle geschaffen werden, um die Ressourcen und Bedarfe der Jugendlichen zu ermitteln.

Ein Dank geht an beide Einrichtungen für die Gastfreundschaft und die Informationen und anregenden Gespräche.

 

 
 
    Bürgergesellschaft     Kommunalpolitik
 

 


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