Stadtratsfraktionen von SPD und Bündnis90/ Die Grünen treffen Entscheidung zur Schulentwicklung in Himmelsthür

 

Monika Höhler

 

Die Mitglieder der Stadtratsfraktionen von SPD und Bündnis90/Die Grünen haben sich ihre Entscheidungsfindung nicht leicht gemacht. Gleich nachdem die Verwaltungspläne bekannt geworden sind, hat es Gespräche auf allen Ebenen gegeben. Alle betroffenen Schulen wurden besichtigt, Gespräche mit den Schulleitungen geführt und Elternvertreter in die Fraktionen eingeladen. Aufschlussreich waren vor allem die Schulbesichtigungen.

 

An erster Stelle standen bei der Entscheidungsfindung die Schülerinnen und Schüler. „Wir müssen eine Entscheidung treffen, die das Wohl der gesamten Schulgemeinschaft im Blick hat“, so SPD Fraktionsvorsitzender Bernd Lynack zu Beginn der Beratungen. Gleichzeitig gelte es die Vielfalt in der Hildesheimer Schullandschaft zu erhalten und dazu gehöre eine dauerhaft gut aufgestellte und aufgerüstete, starke Hauptschule. „Allerdings bleibe der Eindruck, dass Schulleiter und Eltern der Geschwister Scholl Schule nicht hinreichend in die Abwägungen des Standortes einbezogen worden seien,“ so Doris Wendt (Grüne), stellvertretende Vorsitzende des Schulausschusses. Sie wird deshalb vor der Abstimmung im Schulausschuss am 22.8., Rederecht für Eltern und Schulleiter Reiner Patzfahl beantragen.

Nach intensiven Diskussionen folgen die Fraktionen von SPD und Grüne der auch von der Verwaltung favorisierten Lösung für eine Verlagerung der Hauptschule Geschwister Scholl an den Standort Ludolfingerstraße. Allerdings geht der Verwaltungsvorschlag den beiden Fraktionen nicht weit genug. Mit einem Änderungsantrag fordern SPD und Grüne eine noch umfangreiche Anpassung der Gebäudestruktur. Neben der Vergrößerung der Klassen­räume sollen noch weitere Fachräume eingerichtet werden. Ein EDV-Raum samt Ausstattung ist bisher nicht vorgesehen. Auch ein Versorgungspunkt wie Kiosk oder Cafeteria sind verwaltungsseitig bisher noch nicht vorgesehen und sollen daher realisiert werden. Ebenso sollen die Schulhofflächen an den Standorten in der Himmelsthürer Jahnstraße und der Ludolfingerstraße nach dem Änderungsantrag aufgewertet und attraktiver gestaltet werden.

Die bisher von der Haupt- und Realschule in der Danziger Straße genutzte Außenstelle kann in diesem Zuge aufgegeben werden. Beide Schulen finden fortan an ihrem Standort ausreichen Platz unter einem Dach.

Baulich gesehen wird die Gebäudestruktur in der Ludolfinger Straße den Anforderungen der Geschwister Scholl Schule angepasst. Dazu gehören die Schaffung von großzügigen Klassenräumen mit Größen zwischen 65 und 70 m², eine barrierefreie Erschließung des Gebäudes mit gleichzeitiger inklusiver Aufwertung, einer Verbesserung der allgemeinen Bausubstanz sowie der Einrichtung der benötigten Fachräume.

Die Gesamtkosten dieser Umstrukturierung werden mit ca. 2,9 Mio. Euro veranschlagt

Monika Höhler, schulpolitische Sprecherin der SPD Stadtratsfraktion, ist von dieser Lösung überzeugt. „Den Hauptschülern wird dadurch eine Beschulung in angenehmer zielgerichteter Atmosphäre geschaffen. Gleichzeitig erhalten die Lehrkräfte beste Voraussetzungen für ihren Unterricht.“

„Wichtig war den beiden Fraktionen von vorneherein auch die Vorhaltung von ansprechenden überdachten Sportstätten für den Schulsport“ ergänzt Lynack. Besonders am Standort Himmelsthür bestehe eine problembehaftete, unbefriedigende Sporthallensituation. Diese unbefriedigende Situation soll nun im Rahmen des Verlagerungsprozesses der Schulen parallel beheben werden. Deshalb sprechen sich die Sozialdemokraten und die Grünen dafür aus, sofort mit der Sanierung der bestehenden Sporthalle zu beginnen. Sollten die Kapazitäten dieser Halle nicht ausreichen, müsse auch ein Anbau zu einer Zweifeldhalle realisiert werden. „Ganz wichtig ist uns, dass diese Entscheidung jetzt im Zusammenhang mit beschlossen wird“, stellt Lynack klar.

Die SPD-Ratsfraktion und die Grünen-Ratsfraktion sprechen sich daher für einen Abbruch des vorhandenen Lehrschwimmbeckens bei gleichzeitiger Sanierung des bestehenden Kabinentraktes und der Einfeldhalle mit der Möglichkeit der Erweiterung auf eine Zweifeldhalle aus.

 

 
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