Große Mehrheit der Ratsfraktionen fordert Personalentwicklungskonzept

 

Ole Hammer

 

Sowohl der private als auch der öffentliche Bereich stehen vor weitreichenden Herausforderungen. Auf der einen Seite altert die Bevölkerung und nimmt zahlenmäßig stark ab und auf der anderen Seite erfolgt ein Wandel in den Arbeitsstrukturen durch Digitalisierung, dezentrale Arbeitsformen und der Nutzung von Informationsnetzen. Davon bleibt auch eine öffentliche Verwaltung nicht unberührt.

 

In Zeiten knapper personeller Ausstattung, Arbeitsverdichtung und stetig wachsenden Anforderungen an eine moderne öffentliche Verwaltung, sowie aufgrund des Erreichens der Altersgrenze zahlreicher Bediensteter, ist eine effektive Personalplanung unerlässlich. Auch bei der Stadt Hildesheim stehen in absehbarer Zeit umfangreiche Personalveränderungen an. Deshalb haben die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP, Linken und Unabhängigen, das Thema Personalgewinnung und –Erhaltung jetzt auf die Tagesordnung gesetzt.

„Wir müssen rechtzeitig klären, wie die notwendigen Veränderungen gemeinsam zwischen Rat, Verwaltung und Personalrat gestaltet werden können ohne, dass es für unsere Bürgerinnen und Bürger zu Einschränkungen kommt“, macht Ole Hammer, Personalexperte der SPD-Fraktion, deutlich. Hammer weiter: „So müssen wir uns z. B. auch fragen, ob die dem städtischen Spardiktat geschuldete, bisher vergleichsweise geringe Ausbildungsquote, noch aktuell ist und wie wir dem begegnen können. Ziel müsse aber in jedem Fall sein, wieder bedarfsgerechter selbst auszubilden und Anreize für einen späteren Verbleib in dewr Stadtverwaltung zu schaffen. „Eine planvolle Personalentwicklung ist eine Möglichkeit diesen Herausforderungen zu begegnen“, unterstreicht Hammer.

„In dem Personalentwicklungskonzept soll die komplette Personalplanung der nächsten Jahre festgeschrieben werden. Pensionierungen, Neueinstellungen, Fachkräftegewinnung, mögliche Projekte, Ausbildung, Nachwuchsgewinnung, Personalauswahl, Führungskräftegewinnung und -ausbildung, Weiterbildung, Einstellungsvoraussetzungen, Auswahlgespräche und ähnliches sind darin als prägnante Eckpunkte zu regeln“, so Malte Schönekäs, Mitglied im Ausschuss für Recht und Innere Angelegenheiten.

Auch die Gesunderhaltung des städtischen Personals liegt uns in diesem Zusammenhang besonders am Herzen“, macht SPD-Fraktionschef Bernd Lynack deutlich. Hier sollen z. B. Kooperationen mit den Krankenkassen für präventive Gesundheitsmaßnahmen geprüft werden.

Geht es nach dem Willen der Fraktionen, soll das Konzept bereits in der Dezember-Sitzung des Rates beschlossen werden. Besonderes Augenmerk wollen die Antragsteller dabei auf die nächsten fünf Jahre legen. Für diesen Zeitraum soll die Verwaltung detailliert darlegen, welche personellen Veränderungen anstehen und wie darauf regiert werden kann.

 
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